Error with Translation

In einer finsteren Nacht, irgendwann im September 2013, überfiel Lorksi89 klammheimlich eine meiner Städte und entwendete hieraus fast 150 Einheiten Marmor.

Seither rüstete ich auf.

Bis ich letzten Freitag stark genug war, Lorksi89 nach einer blutig-grausamen Schlacht vollständig zu unterwerfen. Alle (seine|ihre) Städte sind nun von mir besetzt, dazu nahm ich mir 20.000 Einheiten Marmor als Entschädigung für das im September erlittene Leid, dazu 8.000 Einheiten Wein, 5.000 Einheiten Schwefel und 2.500 Einheiten Kristall und in mein Tagebuch notierte ich “Rache ist eine ästhetische Kategorie”.

Inzwischen gab ich meinem Character den Zusatz “Monte Christo” – nun bin ich “Sheldor von Monte Christo” – und sagte zu Lara:

“Ich glaube, ich bin злопамятный.”

Auf Deutsch: böswillig? – gehässig? – @???” – ERROR IN TRANSLATION

Das Lemma “злопамятный” ist nur auf Russisch treffend. Es bedeutet “sich böse erinnernd” bzw. “sich stets im Zorn erinnernd”.

Das deutsche Pendant trifft es nicht ansatzweise:

gehaessig

“Gehässig” hat mit Hass zu tun.

Es hasst stets, wer keine Chance hat; das Opfer hasst den Unterdrücker. So gesehen hasse ich nie, damit halte ich mich nie auf – ich plane Vergeltung.

 Wo der Zorn die Rache fickt, wird Grausamkeit geboren.
(Russisches Sprichwort)

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Lustvolle Rachsucht

Der Graf von Monte Christo, alias Edmond Dantès, bemerkte nicht, wie in seinem Umfeld Intrigen geschmiedet wurden. Seine Naivität strafte ihn daher mit Kerkerhaft ~ wir kennen diese Geschichte, Alexandre Dumas hat sie uns einst erzählt.

Das Schöne daran: Edmond Dantès, alias Graf von Monte Christo, beginnt einen groß angelegten, erfolgreich endenden Rachefeldzug.

Was der Graf selbst nicht als Rache empfindet. Eher als Vergeltung, die ihm mit Recht zusteht. Als personifizierte Strafe seines Gottes, der ihn hierfür mit allem ausgestattet. Mit allem, was zu schöner Rache vonnöten: Unermesslicher Reichtum und innere, mental ausgeglichene, zielführende Sucht nach Bestrafung der widerwärtigen Mistkerle, die es wagten, ihm zu schaden.

~~~

HEUTE NACHT BIN AUCH ICH ÜBERFALLEN WURDEN. Hinterrücks. Als Herrscher eines wehrlosen Land voller friedliebender Menschen, pazifistisch eingestellt ….

angriff

Die anstehende Rache wird mir bald eine Ehre sein.

Das süße Gift der Freundlichkeit

Klein-Thea, schon fast vollständig erwachsen, geriet eines Tages in Streit mit einer ihrer Tanten, wegen irgendwelcher Belanglosigkeiten. Beide sind gleichermaßen im Recht und im Unrecht. Dergestalt, dass aber – jeweils – die eine wie auch die andere Seite auf Entschuldigung pocht.

Diese Karre scheint festgefahren.

In einer vertrackten emotionalen Situation – die genauer zu beschreiben, ich uns erspare – bleibt Frauen nur die Intrige. Also nimmt sich Klein-Thea etwas Zeit und schreibt einen Brief an eine andere Tante –

“… das Leben ist schön, ich fahre bald in den Urlaub, derzeit lese ich ein interessantes Buch, neulich hatte ich einen Freund – den Ben – aber mit dem ist es leider wieder aus …”

Einmal dabei, schreibt sie jede Menge ähnliche Briefe an diese(n) und jene(n) aus der Sippschaft – AUSSER AN DIE DOOFE TANTE – und zwar allesamt liebevoll, Interesse heuchelnd, ausführlich und andeutungsreich.

Anschließend legt sie den Stift zur Seite und kann zufrieden einschlafen.

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Zu ihrem Geburtstag erhielt Lara eine besonders schöne Karte voller Glückwünsche und reich an Komplimenten. Von einem Ehemann einer ihrer Freundinnen.

Was mich erstaunt:

“Aber der XXX* hat dir doch noch nie zu deinem Geburtstag gratuliert?!”

“Ja schon – aber die beiden leben nun getrennt.”

Dann ist alles klar.

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Heute wollen wir EIGENTLICH ZU VIERT einen Ausflug machen, aber die doofe Freundin will sich unbedingt anhängen. Trotz meines dringlichen Hinweises, es sei in der Droschke viel zu eng, es mangele an Plätzen – Doch die Freundin ist durch nichts abzubringen.

Das Unvermeidbare tritt eisern ein.

Heute wird meine geliebte Frau von mir die Komplimente ihres Lebens hören: Wie schön sie ist, wie klug und wie angenehm es ist, mit ihr Zeit zu verbringen. …

Dabei soll die blöde Kuh ruhig einmal über ihren eigenen Mann und ihren trunksüchtigen Liebhaber nachdenken – YES!

* Anmerkung: Der wahre Name wurde verpixelt.