Das Perpeduum Mobile

29. Tag

Erfahrung, Intuition und eine gewisse Basisintelligenz sollten für die Beurteilung des Zuerwartenden genügen. Und doch folgt der Mensch – statt dessen – Räten. Manchmal nur, um nicht hochnäsig zu gelten.

perpeduum mobileGrotesk: Der ach-so-preiswerte russische Schrauber, dem man in dessen goldene Hände nur Ersatzteile zu geben braucht, trifft auf einen kompromisslosen deutschen TÜV, der, wie in meinem Falle, bei solchem Spiel stets aufs Neue antritt, um zu beweisen, dass “das” mit “Russenschraubern” nichts werden kann.

Grotesk: Wenn meine TÜVler nicht eines Tages sterben, schraubt der Russe auch in 100 Jahren noch. Von mir finanziert.

Vor dem TÜV

16. Tag

Es ist eine nie endende Geschichte: 290 Euro heimste sich bereits die Vertragswerkstatt ein, 200 Euro kostet ein neuer Kat, diverse Kinkerlitzchen summiert machen knapp 100 Euro, dazu ~ keine Ahnung was der russische Schrauber will ~ und wenn das Armaturenbrett ausgerechnet während der Prüfung ausfällt, habe ich die “Brille uff”. In diesem Fall muss das Dingens alias “Black Box” ausgetauscht werden – 400 Euro druff.

Best case ist unwahrscheinlich: Dieses Auto kommt durch den TÜV.

Dann bleibt es gefährlich und hat nur noch 2 Jahre zu leben. Für dieses Auto gibt keinen TÜV nach dem TÜV.

*seufz*

Also sollte man – eigentlich  – die kommende Zeit nutzen, um Geld zurückzulegen, um gegen die Inflation anzusparen. Jacke wie Hose: Es ist Mist.

* * *

Gerade eingeparkt, Türen zugeplobbt – da begegnet mir ein SPD-Plakat:

spd-wahl-plakat

Auch ohne Auto mobil? – Nee? Na?

Noch ist nichts verloren!

Noch sind des Wagens Ruhm und Ehre nicht verschrottet,
Heute wird uns lächeln das Schicksal.
Verschwinden werden alle Mängel wie Tau in der Sonne,
Und  so werden wir wieder Herr im eigenen Auto sein.

Trotzig fahre ich nun nach Berlin.