Präsidiale Konzilianz

Der Präsident wohnt – warum auch immer – in Brehna. Das ist ein Ort in Sachsen-Anhalt, genauer: im ehemaligen Chemiedreieck zwischen Bitterfeld, Halle und Leipzig – aber wie ich darauf kommen konnte, ist absolut unklar. Nie lebte Herr Gauck in Brehna.

Ich selbst war in dieser Nacht auf einer Schwalbe unterwegs. Auf einem Moped, welches ich in Wirklichkeit nie fuhr. Damals hatte ich einen Habicht – aber das tut nichts zur Sache.

In Brehna wollte ich die Schwalbe gegen einen Trabbi tauschen, hatte hierfür die Schlüssel zu den Garagen von Gaucks Anwesen, öffnete ein Tor und – ÜBERRASCHUNG! – sah darinnen ein Kind friedlich liegen, ein Buch in der Hand.

“Was machst du denn hier?”, will ich wissen – “wir warten auf Asyl”, erfahre ich.

Über den Hof läuft (wie immer grinsend) Herr Gauck, verfolgt von zwei jungerwachsenen Frauen, die ich träumend als dessen Töchter identifiziere, denn sie sagen “Papa” zu ihm.

“Aber Papa, du kannst doch nicht Hinz und Kunz auf unseren Hof lassen!”, empören sie sich – “darüber können wir doch gaaanz in Ruuuhe reden”, sagt der Gauck.

Da werde von Gaucks Traumfrau – die im Übrigen haargenau wie die gute Bekannte der Mutter eines meiner Kumpel aussieht – angesprochen, demzufolge ich [sic!] Beulen in ihr Auto gemacht haben soll.

WAS ABER NICHT STIMMEN KANN, denn in Gaucks Garagen sind nur Asylbewerber und Mopeds.

“Das stimmt nicht!”, protestiere ich – “Darüber können wir doch gaaanz in Ruuuhe reden”, sagt der Gauck.

Konzilianz nervt.