Oh, Heilige Walburga!

walburga

Wie konnte ich nur unrecht denken?! Oder: Wie man sich doch irren kann! Und:

Man wird alt wie eine Kuh
und lernt immer noch hinzu!

Dachte ich Blödmann doch lange Zeit fälschlicherweise, Walburga sei eine Hexe. Wohl wegen der Walpurgisnacht auf dem Brocken, die wir aus Goethes Faust kennen, in welcher Mephisto Faust überredet, an einer Hexenfeier teilzunehmen …

Dort strömt die Menge zu dem Bösen;
Da muss sich manches Rätsel lösen.

… und sich auch noch anbietet, als Fausts Kuppler zu fungieren. In einer Nacht, in welcher beide sich ergehen, im Tanz und im anzüglichem Wechselgesang mit zwei lüsternen Hexen.

Oder trübte Walpurgia Besenstiel aus den Bibi-Blocksberg-Kassetten mein Wissen? Die darin den Vorsitz im Hexenverband inne hat und darüber hinaus Direktorin des Hexeninternats ist, auf das Bibi und ihre Freundinnen in Folge 77 geschickt werden. (Walpurgias Besen heißt meines Wissens Belladonna – das aber nurmalnebenbei.)

Ob nun mit oder ohne „b“, Alp oder Alb – Walburga ist eine Heilige. Dass die Hexen ausgerechnet an Walburgas Ehrentag mit dem Teufel buhlen, ist ebenso Zufall wie die Böllerei am Tag, an dem die katholische Christenheit Papst Silvester I ehrt, welcher über dem Petrusgrab in Rom, im Gräberfeld des Vatikanischen Hügels, die erste Petruskirche erbauen ließ.