Aphoristische Trivia, aber kein Plagiat 

„The past is never dead. It’s not even past.“

So schrieb es ein gewisser Faulkner, ein Nobelpreisträger für Literatur, in seinem Roman „Requiem for a Nun“ (1. Akt 3. Szene), welcher 1951 erschien. 

Diese beiden Sätze würde ich mit meinen eher bescheidenen Englischkenntnissen mit „Die Vergangenheit ist niemals tot. Sie ist noch nicht vergangen.“ übersetzen, wenn es keine Übersetzung gebe. 

Deutlich besser gefällt mir „Das Vergangene ist nicht tot; es ist nicht einmal vergangen“, der erste Satz der „Kindheitsmuster“.

Ein Plagiat?

„Nee – Unsinn!“ sage ich mir, denn EIGENTLICH ist die Aussage an sich banal und wird erst durch beigefügte Gedanken zum Aphorismus. Auf jeden Fall stimmt es: The Past ist wirklich niemals dead. The Past lebt in uns, wie dieser Satz höchstselbst. Was mir im Übrigen nur deshalb bewußt ward, da auch ich mich anschickte, eine eigene Überlegung mit dem Sätzen „Das Vergangene ist nicht tot …“ zu beginnen, um prompt: 

„HUCH! – Das habe ich doch schon irgendwo anders gelesen!“ zu denken. 

Googleseidank fand ich diesen Satz bei der belesenen Christa Wolf, welche ihn – vielleicht/wahrscheinlich – ebenfalls ständig in sich trug, aber in Ermangelung einer neuartigen Suchmaschine nicht finden konnte woher. Und sich nun post mortem des Vorwurfes fehlender Quellangabe ausgesetzt sieht.

DAS VERGANGENE IST NICHT TOT; ES IST NICHT EINMAL VERGANGEN.

Ich entdeckte den selben Satz zufällig. Wahrscheinlich in dem Moment, da sich mein Hund in einen alten Fisch wälzte, um von seinem eigenen Geruch abzulenken, ohne wissen zu können, was eine Jagd ist; ohne Not, Beute machen zu müssen wie  einst seine Ahnen, die Wölfe. Putzig auch wie der Chiawawa-Dackel-Mix mit Urin das Terrain markiert, wie er seine Konkurenten verbellt – it`s not even past, es ist alles wie früher.

Ein Satz zu drei Geschichten.

Die vierte Vermutung, über die ich derzeit nachdenke: Warum soll was auf Hunde passt, nicht auch für Menschen gültig sein? Niemand geht in eine Arena, um Eishockey nur „zu sehen“, das hätte man auf Servus-TV oder demnächst im Entertaine-Paket der Telekom bequemer.

Vielmehr scheint mir das Treiben bei einer Jagd im menschlichen Hormonsystem archiviert. … Es ist das Bedürfnis nach Interaktion, was die Leute zu Dauerkartenbesitzern macht. …

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Autor: Alex

Heute so, morgen so ...

3 Kommentare zu „Aphoristische Trivia, aber kein Plagiat “

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