Inflation durch Verfügbarkeit

Wenn zuviel Rohöl auf dem Markt ist, fällt der Preis. Was – selbstverständlich – auch für jede andere Ware gilt. Gäbe es Gold wie Sand am Meer, würden Gold- und Sandpreis sich decken, zumindest so lange bis entweder Gold oder Sand knapp werden würden. Oder in Erwartung dessen …  – Anyway: Meine Tochter findet Spontify gut. Derweil ich alter Knacker immer noch meine Musik kaufe. Stück für Stück und wohlüberlegt.

Einmal pro Woche downloade ich mir ein musikalisches Stück, dessen Preis jeweils zwischen 0,69 Euro und 1,26 Euro liegt. Wohlüberlegt, jede Woche ein anderes Genre, gern auch aktuelle Songs oder Sonderheiten, wie Bossanova, Cool Jazz, Russich-Rap, Heavy Classic usw., komme so auf 5 oder 6 Euro pro Monat UND FREUE MICH DARÜBER. Höre es gern – es ist meins! Zumindest für das eine Moment. Mangel schafft Wert.

So diskutierten wir am letzten gemeinsamen Urlaubstag bis in die Nacht hinein und konnten uns nicht überzeugen, weil jeder – natürlich – auf seinen Standpunkt beharrte.

Seit heute gibt es Apple Musik – was für ein Konflikt!

Wäre da nicht die Diskussion mit der Tochter gewesen, hätte ich – der Apple-Fan – mich bereits bedenken- und bewusst gedankenlos für ein Apple-Music-Probeabo angemeldet. Kostet später schließlich nur 9,99 Euro/Monat.

Doch meine eigenen Argumente lassen dies nicht zu.

Wenn ich demnächst meine Meinung ändern werde, sollte es wenigstens schön sein.

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