Ukrainische Taxifahrt

Meist ist man Ausländer, überall. Und in der Ukraine Deutscher zu sein, ist fast ebenso putzig wie als (vermuteter) Russe in Deutschland.

Im Februar 2006 notierte ich in mein Kiewer Tagebuch:


Jedenfalls schien der gestrige Schwarz-Taxi-Fahrer froh gewesen zu sein, mich – den Deutschen – endlich einmal für eine Fahrt zu erwischen.

Mit „ich weiß, dass sie Deutscher sind“ ward ich begrüßt und anschließend kam ich nicht mehr zu Wort.

“Ihr [sic!] habt damals alles falsch gemacht, im Krieg. Moskau hättet ihr links liegen lassen sollen, Stalingrad rechts. Dann rein bis nach Asien, festsetzen, später erst Lenin- und Stalingrad nehmen und erst zum Schluss Moskau. Und überhaupt wäre es besser gewesen, wenn sich beim Rückzug die SS hinter die Wehrmacht gesetzt hätte, wie der KGB hinter die Rote Armee. Dann – wenn einer zurückweicht – Bum bum bum!”

Das Taxilenkrad hatte sich inzwischen in ein schweres Maschinengewehr verwandelt und bei Bum-bum-bum wackelt der Fahrer am Rad, um den Rückschlag zu demonstrieren.

Jeder Ausländer hat Ratschläge zu ertragen. Die meisten davon sind dumm.

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Autor: Alex

Heute so, morgen so ...

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