Dialektischer Reformationstag

Gott und Tohuwabohu sind eine dialektische Einheit – wie sonst ließe sich erklären, dass ER ausgerechnet den Reformationstag an Halloween gesetzt hat.

Luther MartinNebenbei beschaue ich mein Arbeitszimmer, die Stapel auf dem Schreibtisch, die leeren Bitter-Lemon-Flaschen am Tischbein, denke erneut “Tohuwabohu” – derweil ich gerade Einiges von Martin Luther übersetze. Ins Russische.

Auf Russisch klingt Reformation nach Heidenspaß, auf Deutsch provoziert sie zu Aphorismen:

„Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott“ ~ doch solltest du es ihr nie verraten. (Es wird sie übermütig machen).

„Die Musik ist die beste Gottesgabe und dem Satan sehr verhasst“ ~ weshalb er schließlich den Schlager erfand.

Naja. Es gibt auch Sprüche, die nicht vollendet werden müssen:

„Darum nämlich, weil sie geliebt werden, sind die Sünder »schön«, nicht aber werden sie geliebt, weil sie »schön« sind.“
(Heidelberger Disputation, 1518)

Ein fremdes Soziotop

Betritt man zufällig ein fremdes Soziotop, bemerkt man dessen Dissonanzen sofort. Solche, die von den Leuten “drinnen” – von den Bewohnern – selbst nicht mehr wahrgenommen werden. Man spürt deren “Mikroklima” – wie Lara es nennt.

Ich sollte was bringen, eine ihrer Freundinnen macht mir die Tür auf, drinnen liegt ihr Mann im Unterhemd auf der Couch.

TV, Chips und Unterhemd – der Olle steht auch nicht auf, wenn Besuch das Zimmer betritt. So muss ich mich zum Gruß zur Couch begeben, muss ~ ekelhaft ~ seinen Schweiß riechen. Ich sage rasch “Tach schön” und begebe mich wie von selbst zum Reden in die Küche.

Wo bin ich bloß?

Eine von Laras Freundinnen lebt mit einem Deutschen zusammen – was natürlich nichts zu sagen hat; wahrscheinlich gibt es auch russische Ärsche.

ES GIBT AUCH SONST NICHTS ZU KOMMENTIEREN, jeder ist seines Glückes Schmied, außer dass sie sich – wie sie mir in der Küche verrät – nicht trennen können, weil dem jeweils anderen Geld für Miete fehlen würde.

Sie sei aber schon [sic!] auf der Suche. Und wenn sie eines Tages einen hübschen und reichen Prinzen gefunden hat – einen, der sie rausholen kann – dann sei sie bereit, umzudenken.

Normalerweise funktionieren die zugehörigen Märchen anders: Die Märchen-Bräute sind jung und hübsch.

Unabhängig davon: Beeindruckend ist feminines Selbstbewusstsein schon. Mein Verstand sagt mir: Wer mit Vierzig den “Richtigen” nicht fand, findet ihn mit Fünfzig auch nicht mehr. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann vegetieren beide heute noch zwischen Bettpfosten und Kochtopf hin und her. Mehroderweniger besoffen.

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Brot für die Welt, Flüchtlinge, Afrika ~ dabei braucht man nur bei seinen Nachbarn zu klingeln, um zu erfahren, wer wirklich Hilfe braucht.

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Lebensgestaltende Regelmäßigkeit

… garniert mit schlechtem Gewissen.

Einmal im Jahr fliegt Lara nach Kiew und immer am ersten Tag nach ihrer Abreise mache ich nichts, nichts und nochmal: nichts. Verschiebe sogar nach Möglichkeit alle bereits vorgegebenen Termine nach hinten, damit ich genügend Zeit für nichts habe.

Am Tag nach nichts habe ich regelmäßig schlechtes Gewissen, nehme mir daraufhin immer wieder vor, nichts aus der Erinnerung zu löschen, nichts wieder aufzuholen, das Nichts zu korrigieren ~ und gehe erst einmal ausgiebig in die Badewanne.

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Ach ja, und was sonst noch passierte:

Raj entdeckt Lucys Blog, in dem sie über ihr erstes Treffen mit ihm berichtet und ihn als feminin beschreibt. Daraufhin entscheidet sich Raj ab jetzt männlicher sein zu wollen; er serviert Lucy schlechtes Essen aus der Mikrowelle, trägt ein „LA Kings“-Trikot, tut, als habe er Ahnung von Eishockey.

raj-lucy

Lucy missfällt dieses Verhalten – so gibt Raj zu, ihren Blog gelesen zu haben …

Zitat des Tages:

“Ein Blog ist nicht dazu gedacht, dass alle darin lesen. Ein Blog dient der Selbstfindung – mehr nicht.”
(TBBT, Lucy, Episode 132, The Closure Alternative)

Berliner Chaos-Sarkasmus

wir lieben tegel

Auch wir lieben Tegel – Ich: weil er mich an meine Jugend im Gewusele der Moskauer Metro erinnert – Станция „Маяковская“ в час пик! – und sie, na klar: Лівобережна, eine Kiewer Metrostation morgens 8:30 Uhr.

Witzig von außerhalb zuzugucken – aber wenn man aus einem Chaos abfliegen will, isses doof. Überall in Tegel leuchtet Air-Berlin-Rot, überall sind Menschenmassen, überall beschäftigt man sich mit Schubsen und Drängeln ~ dazwischen stolzt die Dame mit Hund.

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Am Check-Inn-Counter stellte sich heraus, dass ich auf einen der fiesen Tricks der Billig-Billig-Flug-Internet-Anbieter hereingefallen bin. So hatte ich zwar ihren Flug bezahlt, aber nicht das zugehörige Gepäckstück und die Abfertigung -den “Service” sozusagen – was 40 Euro + 10 Euro = 50 Euro macht. Gleiches für ihren Rückflug gelten, also 100 Euro aufs Ticket drauf, was den Hochstrahldüsen-Billig-Flug-Anbieter zum teuersten macht – HIER KÖNNEN SIE SPAREN, INDEM SIE VERZICHTEN!

“Hätte ich das gewusst, hätte ich mir den Umweg über Riga sparen können.”

Trotzdem ist Lara nicht sauer. Wir wissen: Man wird immer nur einmal beschissen.

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Der kleine Mann am Counter bleibt erstaunlich ruhig. Lächelt. Erklärt den Weg:

“Sie müssen nun durch diese Halle durch, in der nächsten Halle fast bis zum Ende, neben Air Berlin (witzig: dort scheint überall “Air Berlin” zu sein) ist ein Globale-Ground-Fenster, dort können sie nachlösen. Dann kommen Sie wieder zurück, stellen sich an und ich kann Sie abfertigen …”

Das freundliche Lächeln macht den Mann unsympathisch. Ich beherrsche mich neuerdings, was wohl eine Frage des Alters ist. Registriere, statt zu meckern:

Positiv: Außer uns haben sich offenbar viele Passagiere mit ihrer Bestellung geirrt. Man ist also nicht allein abgezockt wurden.

Negativ: Hier ‘ne Schlange – da ‘ne Schlange.

Hmmm. Umgedreht geht es wohl besser: erst sollte man das Schlechte nennen, dann das Gute.

Ich versuche es noch einmal. Also:

Negativ: Jede angefangene Viertelstunde (= 15 Minuten [sic!]) Parkzeit kostet in Tegel 2,50 Euro.

Positiv: Man kann das Parken mit Kreditkarte bezahlen.

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Jedenfalls sollte sie jetzt – eigentlich – jetzt in Kiew sein.

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Trostwerbung:

Fliegt lieber!

Fliegen Sie lieber mit Flugzeugen der Aeroflot!

Erwünschte Legende

Die hier folgende Geschichte ist nur im Kern wahr. Immer wieder neu erzählt, wanderte die Geschichte von zahlreichen Mündern zu den verschiedensten Ohren, so dass sie sich durch manche Ergänzung oder Unterlassung im Laufe der Zeit zur Sage veränderte, zum Märchen.

Dass sie so wahr sei, wie ich sie nun erzähle, ist mein Wunsch.

Eines Mannes letzte Tage sind gekommen. Einerseits ist er alt genug, andererseits pumpt das Herz nicht mehr so richtig, dazu noch dies und jenes, kurz: es gibt keine Besserung. Des Sterbenden letzten Wünsche beziehen sich aufs Sehen – er möchte alles ihm Vertraute noch einmal gesehen haben, Freunde, Blumen, Häuser, Natur…

Da seine Frau aufgrund eines Leidens nicht mehr laufen kann, lädt er seine alten Freunde zu Spaziergängen ein. Um Natur zu staunen, um sich zu freuen, um ihr davon erzählen zu können.

Eines Tages kommt jener Freund, von dem unsere Geschichte überliefert.

Just an diesem Tag ist zufällig der Fahrstuhl im Haus des Alten defekt und er muss sich, unterstützt von seinem Freund, zu Fuß in die fünfte Etage quälen.

Am letzten Absatz macht der Alte länger Halt, bis er wieder zu Luft kommt, findet in einer Ecke des Aufganges einen vergessenen Eimer, darin einen verrosteten Maulschlüssel, reibt beides gegeneinander und tritt schließlich mit voller Wucht dagegen.

“Ich darf nicht außer Atem sein. Meine Frau macht sich sonst große Sorgen. Daher soll sie nicht wissen, dass der Fahrstuhl kaputt ist – sonst wird sie mich aus Sorge bitten, bis zu einer Reparatur in der Wohnung zu bleiben. – Mit meinem Fuß, dem Eimer und dem Maulschlüssel imitiere ich den Fahrstuhl. Sie wird es hören, glauben dass der Fahrstuhl funktioniert und braucht nicht besorgt zu sein…”

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Tränenreiche Beerdigung.

Der alte Freund spendet der Witwe Trost:

“Er hat immer an dich gedacht ~ wollte nie, dass du dir Sorgen machst ~ auch nicht um ihn. Er hat dich sehr geliebt. ~ Weißt du eigentlich, dass er extra für dich die Geräusche eines Fahrstuhls gemacht hat, nur damit du drinnen glaubst, alles sei in Ordnung?”

Die Witwe nickt. Wie sollte sie nicht Bescheid wissen!? – Sie selbst hatte damals den Eimer in den Flur gestellt und einen Maulschlüssel dazu gelegt, damit er Gelegenheit fand, alles zu tun, um sie nicht zu beunruhigen.

Die Liebe – entdecke ich, dies hörend – ist die allerhöchste Form des Mitgefühls.

Die Straßencafé-Regel

dER fEHLER DER wOCHE.

“Ab Sonntag können wir wieder eine Stunde länger schlafen.”

WIE DIESER SATZ NERVT!

Allen schlafwilligen Primaten kann doch die Einteilung der Zeit nach unnatürlichen Regeln schnurz-piep-egal sein, auch den Menschen. Man schläft immer bis man wach ist oder geweckt wird.

Trotzdestonichts werden mir morgen von früh bis spät (~ “landab-landaus” 😉 ~) viele Mitmenschen und zich Radio- und Fernsehmoderatoren erklären wollen, dass und vor allem “wie” die Zeit umgestellt ist. So als ob man wirklich Zeit umstellen könne!

Hiermit räche ich mich und erkläre zurück:

Bei einer “Zeitumstellung” gilt die Straßencafé-Regel: Im Frühjahr werden die Stühle VOR die Cafés gestellt, im Herbst kommen sie ZURÜCK in die Lager. “Spring forward, fall back” sagt der Ami dazu.

ENTER.

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Жизнь продолжается – das Leben geht weiter. Ich checke E-Mails, entferne SPAM, klicke Facebook an und finde prompt:

umstellung

Jetzt verwandle ich mich in eine Art Rumpelstilzchen:

“Ich hab’s gewusst, ich hab’s gewusst, ich hab’s immer schon gewusst!  – Das hat mir der Teufel gesagt!”

PLEASE SHARE – bitte rasiert mich!

Fundstück des Tages

Lara fand zufällig den Ausdruck “nimm gefälligst diese Meinung aus deinem Gesicht!”, welchen ich auch deshalb für erwähnenswert halte, weil er in dem Zusammenhang aus dem er gerissen deutlich macht, dass Russen solcherart Humor als “jüdisch” kategorisieren, was man wiederum anhand der Einführung zweier Protagonisten – Sara und Abraham – erkennen kann. Der zugehörige russisch-jüdische Witz geht so:

“Sara, wage es ja nicht, zu widersprechen.”

“Aber Abraham, ich widerspreche doch gar nicht. Wie du siehst, schweige ich.”

“Dann nimm gefälligst noch deine Meinung aus dem Gesicht!”

Den vollen Witz drücke ich in den Skat – “nimm die Meinung aus deinem Gesicht!” kommt in die Wiedervorlage unter das Kürzel #mei.

Deutscher Amtsschweiß

Vorab ein Witz, den man wahlweise von Ostfriesen, Bayern, Russen oder Ukrainern erzählt und den es wahrscheinlich auch in Polen oder andernorts gibt:

Ein Reisender fragt nach dem Weg. Erst in einer Sprache, dann in einer anderen, schließlich, da er unverstanden blieb, auch in einer dritten ~ niemand kann ihm helfen. Daher zieht der Fremde weiter, derweil einer der Einheimischen zum anderen sagt:

“Hast du das mitbekommen? – der kann ja mindestens vier Sprachen!?”.

“Und? Hat es ihm etwa genützt?”

Was nützt WatsApp, wenn man der Einzige damit bist?

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Die junge Estin spricht perfekt Englisch, Estnisch sowieso, Russisch auch. Und sie hat sich verliebt. In einen Deutschen. Meldete sich daher in Tallinn ab, als “Arbeitssuchende innerhalb der EU” und glaubt von nun an ihr zukünftiges Glück bei ihrem neuen Freund in Deutschland zu finden. Gleichwohl will sie (noch) nicht alle estnischen Brücken hinter sich abbrechen und sieht sich daher in die Pflicht genommen, regelmäßig ein Formular namens U013 amtlich abgestempelt nach Estland zu schicken und wird hier – auf dem deutschen Amt – einfach nicht verstanden.

Schließlich handelt es sich um einen Sonderfall: Jemand beansprucht KEINE Leistungen und benötigt dennoch Amtshilfe. Wenn auch nur in Gestalt eines Stempels und einer Unterschrift auf einem Formular, welches seitens der Europäischen Gemeinschaft vorgegeben und somit auch auf den Servern der deutschen Ämter hinterlegt.

Was die Frau im Arbeitsamt einfach nicht kapieren will.

“Sie können kein Deutsch [sic!]. Nur mit Kenntnis der deutschen Sprache stehen Sie dem deutschen Arbeitsmarkt zur Verfügung und nur wenn Sie dem deutschen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, können wir hier irgendetwas für Sie stempeln.”

Ohne Quatsch – ich war dabei!

Es nützte der Estin auch nicht, dass sie die EU-Gesetzestexte in deutscher Sprache (!) bei sich trug, dass sie sehr prononciert deutlich machte, KEINE Leistung beanspruchen zu wollen und dass sie lediglich einer Vorgabe europarechtlicher Regelungen folge.

Auch nützte nicht, dass ich der Dame erklärte, dass die deutsche Sprache in Europa eher untergeordnet ist und dass die junge Estin mit ihren perfekten Englisch- und Russischkenntnissen viel größere Chancen auf einem Markt in Europa habe als die meisten deutschsprachigen Bewerber.

NICHTS NÜTZTE WAS!

Wir merkten schließlich: Eine Diskussion mit dieser Deutschen ist verlorene Zeit.

Auch mein letzter Versuch …

“Machen Sie es uns doch nicht so schwer. Die junge Frau geht zum Anwalt, bekommt sowieso Recht, doch Sie haben unnötig Arbeit durch eigentlich unnötige Stellungnahmen. Und wenn die Presse davon Wind bekommt, wird’s sogar peinlich …”

… blieb ohne Erfolg.

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Danach. Vor der Tür. Was tun?

Plötzlich habe ich eine Idee!

Wir begeben uns zurück, diesmal zum Eingangstresen – zum sogenannten “Meldebereich” – ich mache ein extrem-eiliges Gesicht und sage in ortsüblicher Mundart:

“Wir waren grade “ohm”, da ham-mer alles besprochen, nur – zu blöd aba auch! – hamm-mer verjessen, uns das U-Dreizehner jehm zu lassen. Sinn-se bitte so nett, die Frau “ohm” hat nämlich schon widda ehn Termin.”

Die Tresen-Frau guckte wissend. Und zwar so, als würde hier stündlich nach U-Dreizehnern gefragt. Sie findet relativ rasch den Vordruck, drückt PRINT, knallt Stempel drauf und unterschreibt.

3 Minuten – dann ist es vollbracht. Der Berg kreißte und gebar eine Maus.

Die Diktatur der Ratschläge

Ist man krank, ist man Opfer und wird als solches von den verrücktesten Ratschlägen traktiert. Insbesondere innerhalb einer russischsprachigen Community, die felsenfest davon überzeugt ist, dass nur Wodka mit Pfeffer helfe, alternativ Wodka mit Salz. Oder Weinbrand – „Kanjakk“ – mit Zitrone. Derweil ich schon glaubte, verrückt zu werden: Sah ich doch vom ersten Husten an nur noch Ärzte.

Die Krönung war der Eier-Tipp einer Heilerin aus dem Nachbaraufgang, den Lara tatsächlich auszuprobieren wollte ~ ~~ was bedeutete, dass sie ein Ei kochte, es in ein Handtuch legte und mir auftrug, dieses Ei an meine Nase zu halten. Positiv wegen der Wärme (@???) oder positiver Energie (@???).

“Willst du zusätzliche Viren züchten?”, empörte ich mich. Und überhaupt: ICH BIN KEIN OPFER! ICH HABE GENUG EIER! ICH BRAUCHE KEINEN RAT!

Bei einer Erkältung helfen frische Luft, ausreichend Schlaf, Taschentücher zum Schutz der Mitmenschen und Hustenbonbons für den Hals. Fertig aus.

Kranke Dialektik

Zwei triviale Aussagen, die einander widersprechen, können nicht trivial sein – ich quäle mich durch philosophischen Text, heute total lustlos.

Nun beschließe ich auch noch – und zwar zum zichten Male – mein Leben zu ändern und melde mich aus einigen Facebook-Gruppen ab. Aus den DDR-Erinnerungsgruppen wie aus den Potsdam-wie-schön-bist-du-Gruppen. Und so habe ich plötzlich Lust, eine Wir-gemeinsam-zu-denen-du-aber-nie-gehören-wirst-Gruppe zu gründen.

Die Einheit von Integration und Selektion ist die eigentliche Triebkraft jeder Gesellschaftsformation. Ein Ausschluss macht die Gruppe stark – ein Austritt schwächt sie – scheinbare Unerreichbarkeit ist elitär. Facebook ist hervorragend geeignet, unser Primatendasein zu beweisen …

“Oh, ich hasse diesen Planeten!”

… derweil ich mich heute nicht klar ausdrücken kann, weil unter Fieber.

Nur den Nonsens-Gedanken, dass “triviale Aussagen, die einander widersprechen, nicht trivial sein können” notiere ich mir noch rasch, bevor ich ihn vergesse, schreibe “was wahr ist, ist wahr” dazu, wünsche mir selbst eine gute Besserung und schlafe wieder ein.