Der Gegenzauber

hermesHermes ist Schutzgott des Verkehrs, der Reisenden, der Kaufleute und der Hirten. Zugleich gilt er als Gott der Diebe, der Kunsthändler, der Redekunst und der Gymnastik. Als Bote verkündet er die Beschlüsse des Zeus und führt Seelen der Verstorbenen in den Hades.

Im uralten Griechenland bediente man sich Kopfstatuen von Hermes, um das Anwesen vor Eindringlingen zu schützen.

Erst die Römer, genau genommen: römische Diebe, erfanden einen Gegenzauber. Dieser ward vom Dichter Catull notiert und blieb dadurch der Nachwelt erhalten. Ein Eindringling oder Dieb solle demnach einfach nur aus der geballten Faust heraus dem Hermes – respektive der Hermeskopfstatue – eine geballte Faust mit ausgestrecktem Mittelfinger entgegen halten.

peersteinbrückGenau so, wie es Peer Steinbrück derzeit tut.

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Schon tut er mir leid, der arme Peer. Jede noch so kleine Geste wird von der vereinten Gegnerschaft und der Journaille durch den Kakao gezogen.

Dabei ist der so genannte Stinkefinger (unabhängig von seiner Funktion als Gegenzauber) nichts anderes als ein Phallussymbol.

“Seht her, ihr Loser, ich kann doch noch!”

Unbewusste Gesten einerseits – Ozeantiefe Interpretation andererseits. Alte Fragen gebären neue: Ist Steinbrücks Phallusfinger ein Gegenzauber zu Muttis Mösenraute? Ist solche Geste eher kriegerisch oder konziliant?

Große Koalition?

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Autor: Alex

Heute so, morgen so ...

2 Kommentare zu „Der Gegenzauber“

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