Diversifizierung der Beuteschemen

Themen für den heutigen Tag gab es mehr als genug, denn ERSTENS ward ich vom Potsdamer Ordnungsamt zu unrecht bestraft. Erfuhr anhand des Knöllchens aber, dass der Platz zwischen Anni-von-Gottberg-Straße, Dorothea-Schneider-Straße und Ricarda-Huch-Straße neuerdings “Heiner-Carow-Platz” heißen soll – was mich zunächst mehrfach zweifeln machte.

Ist Heiner Carow etwa schon tot?

Ich könnte also über Carow – “die Legende von Paul und Paula” – schreiben, über dessen verkehrsbenennende Zuordnung …

Heiner Carow würde – wenn er wirklich tot sein sollte – nach Drewitz gehören, unter die Film-Künstler-Straßen und Plätze. Nie und nimmer aber auf das Kirchsteigfeld, zwischen die Frauen!

… oder über das blöde Ordnungsamt, welches mir ein Knöllchen ausstellte, obwohl klar ersichtlich, dass ich nur kurz weg war.

ZWEITENS ward ich aus dem Kollektiv verstoßen, ausgeschlossen sozusagen, nachdem ich einigen Migrationshintergründlern die profanste Regel vorzugeben versuchte:

Im Auto wird nicht geraucht!

Weshalb sie plötzlich der Meinung waren, dass sie in der Angelegenheit auch ohne mich klar kämen.

Was für ein blödes Gefühl: Man glaubt Spielführer zu sein und darf DESHALB nicht mitspielen.

An diesem Beispiel könnte ich bloggend einen Ausflug machen. In die Steinzeit. Und behaupten: Diejenigen, die vom Lagerfeuer ausgeschlossen wurden, waren nicht immer die Schlechtesten. Oder ich könnte über Trotzki nachdenken, der besser war als Stalin und DESHALB gehen mussten. Bis er den Eispickeln der stalinschen Geheimpolizei erlag.

De-Integration als soziokultureller Antrieb? Oder: Ausschluss als Strafe? {kommt unbedingt in die Wiedervorlage}

Schließlich und DRITTENS hat inzwischen der Dieb mein Handy “abgegeben”, welches ich gegen Zahlung einer Verwaltungsgebühr in Höhe von 11 Euro im Fundbüro der Stadtverwaltung abholen konnte. Weshalb ich nun Besitzer zweier iPhones bin, exakt so wie zuvor in Facebook geblödelt. Was mich zu der Erkenntnis bringt, dass mein Leben ein gespielter Witz sein muss – sonst wäre es nie und nimmer so komisch.

Dazu ein Schaubild unter der Rubrik “Das Leben erklärt in lustigen Bildern” – eine Tortengrafik zum Thema:

“Was sagen meine Bekannten, wenn sie erfahren, dass ich nach dem Kauf eines neuen Handys das alte wieder habe?”

– 56% sagen: “Da kannst du dich jetzt selba anrufen!”
– 24% sagen: “Eins davon kannste nun bei eBay versteigern.”
– 10% fragen: “Wozu brauchst du zwei Handys?”
– 10% machen: “@ … mpf … äh … @???”

Dass es nicht so kam, wie es hätte kommen können, verdanken wir dem Umstand, dass meine liebenswerte Ehefrau gestern von ihren Freundinnen zu einem Dewischnik* abgeholt wurde ~ – ~ und sie mich gerade eben fragte, wie sie gestern aussah (im Kreis aufgedonnerter Russinnen). Und ich ihr hierzu ein Statement lieferte, was ich selbst – ACHTUNG EIGENLOB! – für bemerkenswert halte:

Es gibt nicht Schönheit an sich, es gibt beiderseitige Bedürfnisse. Auf Seiten der Frau ebenso, wie auf Seiten des Mannes. Entsprechend der Bedürfnisse – der oder die passt besser oder schlechter, zu dem was ich will – entwickelt sich unbewusst ein gewisses “Beuteschema” und so sucht man sich das Adäquat.

Eine ihrer Freundinnen ist beispielsweise ihrem Wesen nach die typische Mutter – exakt so, wie sich jedermann eine Mutter wünscht. Sie wird mit dem Mann glücklich werden, der in einer Beziehung mehr Mutter braucht als Geliebte. Da macht es nicht viel Sinn, auf Diskotheken oder an Bars Brust zu zeigen. Diese und die Beine aus dem Minirock sind von Männern die solche Frauen suchen nicht vordergründig wichtig, bestenfalls Zugabe. Wenn der Mann solcher Frau Muttersöhnchen werden beide ohnehin glücklich.

Die andere ist Typ “Kumpel” und gut zu vögeln. Wer also unverbindlichen Sex sucht, kann ihn sich mit ihr erfüllen. Sie ist “die ewige Liebschaft”, wie es bei Flemming heißt. Die Geliebte, die ihrerseits den ständigen Wettbewerb mit einer anderen braucht, ohne je die andere vollständig ablösen zu wollen. Diejenige, die auch dann eine heimliche Beziehung bleibt, wenn der zugehörige Mann bereits dreimal von anderen geschieden.

“Und du, du bist eher der sportliche Typ. Die Ausdauernde. Diejenige Frau, von der die großen Dichter behaupten, sie würden Pferde im Galopp satteln und die – wenn nötig – Häuser anzünden** . ( 😉 ). Die mit dem Mann – so der sich als würdig erweist – nach Sibirien geht, wie einst die Dekabristinnen …”

Hach ja. Ein schönes Gespräch am Morgen verwirft manch abendlichen Gedanken.

~~~

* Dewischnik = Mädchenabend. Eine Veranstaltung zu der die eigenen Männer nicht zugelassen sind.

** Nekrassow (sinngemäß) “Nur die Russische Frau stoppt durchgegangene Pferde und läuft in die brennende Hütte, Eigentum zu retten.”

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Autor: Alex

Heute so, morgen so ...

3 Kommentare zu „Diversifizierung der Beuteschemen“

  1. Aaah, da geht aber auch wieder einiges durcheinander. Und das ist verwirrend. Tatsächlich hat ja Snowden die Top-Suchen der NSA offengelegt, dass jetzt jeder Bescheid weiß. Zumindest könnt.

    Andererseits hat er es mit Vorsatz getan. Und so ist er für die einen der Held und die andern ein Verräter.

    Ich würd dann aber auch sagen, entscheidend ist nicht die Tatsache, dass und wie die NSA ihre Daten sammelt, sondern was sie damit macht.

    Da fällt mir auch ein Spruch zu ein : Wissen ist Macht!!

    re ^^

    1. Hmmm. Er hat gesagt, was jedermann wissen konnte. Somit hat er nur bestätigt. Unabhängig davon, erinnere ich mich, wie die DDR in sich zusammenbröselte, woran auch der perfekte Wissen-ist-Macht-Apparat nichts ändern konnte. Ironie der Geschichte: Viele Stasi-Mitarbeiter bewarben sich NDW als „Aufklärer“. Job ist Job – immer und überall ~ ähm. Was war nochmal das Thema?

Senf dazu? - Bitte schön:

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