Das Overbeck-Déjà-vu

Das deutsche öffentlich-rechtliche Fernsehen vermittelt den Bürgern eine gewisse Vorstellung von Polizeiarbeit. Demnach gibt es auf manchen Dienststellen einen übereifrigen Rambo namens Overbeck – den “Mann der Tat” – dem meist eine gutmütige Kommissarin vorsteht, die nicht immer alles sofort versteht ~ derweil ein Antiquar die Fälle löst.

wilsberg

Also: Mein Handy wurde geklaut, das soziale Umfeld rät mir wider besseren Wissens:

“Geh doch zur Polizei!” (?)

Ich – der Antiquar – habe längst kapiert, dass ich die Sache selbst in die Hand nehmen muss. Am Samstag werde ich vor den Potsdamer Baumärkten namens Hellwig und toom Flyer verteilen.

“Sind Sie ebenfalls bestohlen wurden? Melden Sie sich, gemeinsam können wir etwas unternehmen.”

Wie auch am mutmaßlichen Wohnort des Diebes.

Dieb gesucht!
Er ist männlich, deutschländisch sozialisiert, verfügt über eine etwa 40 bis 50 Jahre alte Stimme, spricht meist einfach- strukturierte Sätzen in Babelsberger Mundart, ist auf seinen Beutezügen wahrscheinlich mit Fahrrad unterwegs,  und wohnt in Babelsberg, Rosenstraße/Ecke Blumenweg.
Hinweise an…”

Auch auf Facebook.

“Bitte teilen!”

Déjà-vu: Auch dies hat es bereits gegeben. Wenn wir “Emil und die Detektive” spielen, setzen wir Erich Kästner ein Denkmal.

overbeck coolKommissar Overbeck kann sich von nun an wirklichwichtige Fälle “machen” – den Handydieb und Autoknacker übernehme ich.

Over und Beck!

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Autor: Alex

Heute so, morgen so ...

2 Kommentare zu „Das Overbeck-Déjà-vu“

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