Andersartige Veränderung

In Anklam scheint die Zeit stehen geblieben.

Am Marktplatz könnte man zwar Kaffee trinken, doch dieser ist das Nebengeschäft zweier Backshops. “Normale” Cafés und Restaurants sind am Anklamer Marktplatz nicht zu sichten – wie damals auch, wie früher hier, wie in der DDR.

Wir wollen schick essen, ein Einheimischer schickt uns in eine Nebenstraße, wir folgen seinem Rat und betreten wenig später einen Gasthof über dessen Flur mit zahlreichen Verbotsschildern. Man darf hier nichts abstellen, lese ich. Und: das Klo ist nur für Gäste. Den Schlüssel hierfür, gibt es an der “Bar”.

Als “Fisch aus heimischen Gewässern” wird Lachs angeboten und aus den Restaurant-Boxen tönt Chris Doerk und Frank Schöbel.

Lieb‘ mich so, wie dein Herz es mag
Lieb‘ mich so und nicht anders, oh nein
Lieb‘ mich so, dann wird jeder Tag
Wunderbar an deiner Seite sein

“Hier ist die Zeit stehen geblieben”, sage ich und meine damit auch das Mobiliar.

Wenn die Menschen es so lieben, sollte man sie es SO lieben lassen”, sagt Lara.

Worauf ich Notizen-App öffne und mir diesen Satz diktiere. Frauen werden offenbar mit zunehmendem Alter immer aphoristischer.

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Einem innerstädtischen Hinweisschild entnehme ich, dass Anklam eine lange Zeit schwedisch war. “Wie Kiew” füge ich meiner Übersetzung hinzu, weshalb sie mich scherzhaft einen Schwätzer – “болтун” – nennt.

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Von Anklam bis Ahlbeck ist es nicht weit. So wundert mich nicht, auf ähnliche Verhaltensmuster zu treffen.

Am Strand ein Café mit Selbstbedienung. Drinnen, hinter dem Tresen das Personal dicht gedrängt, draußen formiert sich eine Gäste-Schlange. Man sollte sein Handtuch auf einen Platz legen, um diesen zu markieren. Sonst isser weg. Aber klar: “wenn die Menschen es so lieben, sollte man sie es SO lieben lassen.”

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Ich fühle mich so richtig hübsch retro im nordöstlichsten Zipfel der neuen Republik. Wenn jetzt noch einige Nackte durchs Café laufen würden oder sich mit in die Gäste-Schlange einreihen würde – @hach, ja! – dann ist es wirklich wie damals, als es auf der Insel Usedom kaum Textilstrände gab.

Aber diesen Gefallen tun mir die Umstände nicht. Und überhaupt: Es gibt hier zwar noch einen ausgewiesenen FKK-Strand, aber schon keine Nackten mehr. Irgendwann ist auch der letzte Berg gewaschen.

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So wie hier in groben Zügen berichtet, verlief Laras 50. Geburtstag. Wir sind abgehauen. Damit niemand merkt, was in ihrer Geburtsurkunde steht. Und was alle Welt bereits weiß, weil der deutsche Gatte es bloggt.

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2013-06-29 17.24.59

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Am meisten profitierte unser Hund, der am Hundestrand mit zwei polnischen Mischlingen ins Spiel kam. Leider wollten sich die polnische Mischlings-Frauchen mit uns nicht unterhalten. Wohl weil sie Ukrainerin ist, ich Deutscher, weil wir uns untereinander Russisch unterhalten oder aus einem anderen Grund, der uns nicht verraten ward.

Es dauert ewiger als vermutet – korrigiere ich mich daher selbst – bis der aller-aller-letzte Berg gewaschen ist.

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Ach ja: Der Ohrwurm vom gewaschenen Berg – Auf der Anreise lief zufällig Bob Dylans “Blowin in the Wind” über die Board-Lautsprecher.

How many years must a mountain exist,
Before it is washed to the sea?

Die Antwort, mein Freund, weiß ganz allein der Wind, behauptet er und ich finde: der Mann hat Recht.

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Menschlicher Leidenswillen

Zuvor hatte ich “Göttlicher Sadismus” als Überschrift für dieses Posting, bemerkte aber noch rechtzeitig, dass das Lemma “göttlich” durch regelmäßigen Missbrauch profitsüchtiger Geschäftemacher – insbesondere aus der Lebensmittelindustrie – derart entstellt ist, dass … ~ jedenfalls entschied ich mich anders. Punkt. So heißt dieses Posting nun “Menschlicher Leidenswillen”.

Der Ansatz: Wenn Gott gewollt hätte, dass wir fröhlich sind, hätte ER seinen Sohn Witze erzählen lassen – aber nee: sogar das Kreuz späterer Leiden hatte Jesus selbst zu tragen. Wobei es im Übrigen egal ist, was zuerst da war: Huhn oder Ei, Mensch oder Gott – ich sitze da und staune – derweil die Menschheit winselt.

Erst war nie so richtig Schnee, dann auf einmal so viel. Winter im Frühling und es war bereits zu warm, zu kalt, zu nass und als ob das alles nicht genug wäre kommt auch noch aller fünf Jahre eine Jahrhundertflut (wobei das schöne “Jahrhundert” ebenso inflationär verkommt, wie “Preisvorteil” oder “Sparen”).

Dann der Menschen Krankheiten! Deren Verkehrsnetz! Der Fluglärm, die Handystrahlen, die Sommer- oder Winterzeit… Wir sind zum Leiden geboren und schufen uns Gott nach unseren Wünschen. Einen, der seine Kinder leiden lässt.

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Lara wird heute 50 Jahre alt – aber Grund zum Feiern ist das noch lange-lange-nicht nicht. Sie weiß haargenau: NUN BEGINNT IHRE PASSION.

Sie ist Ukrainerin.

Männliche Diagnostik

Mann vermutet oft, was los ist.

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Vor mir ein Schreibtisch, darauf schwülstig-kitschige Sätze, die – eigentlich – unübersetzbar sind, denn weißrussische Wodkawerbetexte sind Bastarde. Sie sind, als habe zuvor ein russischer Heimatdichter einen KPdSU-Parteitag gevögelt.

Lara kommt hinzu, interessiert sich für mein Tun.

“Ich und Wodka”, humore ich, “verhalten sich zueinander wie der Eunuch zur Nutte”. Worauf sie den Mund verzieht und den Raum mit den Worten “man muss nicht immer unbedingt lustig sein” verlässt.

“Man muss aber auch nicht immer unbedingt jeden Witz kommentieren”, rufe ich hinterher und merke zugleich, dass das doof ist.

Und überhaupt: Sollte man in einer Ehe nicht viel weniger kommentieren? Man kann sich doch nicht einerseits über Béla Réthy aufregen, um sich andererseits genau so zu verhalten! Was ist wenn sie ihre Tage hat? Wenn sie unter “Предменструальный синдром” leidet? Unter PMS? ~ – @? … Aber nee: Sie wäre – eigentlich – alt genug für eine Menopause.

Nun wird emsig wikipediert bis ich mich schließlich zur Diagnose “Postmenopause” durchwringen kann.

Dann aber – neue Überlegung – müsste sie anderweitig krank sein.

@? …

Unabhängig von allem: Bei Fraunkrankheit sollte man(n) keine Witze machen.

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Ich finde sie auf dem Balkon.

“’tschuldigung für das von vorhin. Ich konnte ja nicht wissen, dass du krank bist.”

Sie verzieht erneut den Mund.

“Ist das jetzt ein neuer Witz? Oder einfach nur etwas, was ich nicht verstehe?”

Russisches Selbstbewusstsein

Der Vorschlaghammer ist Pinzette, Pathos Lebensgefühl und Selbstbewusstsein Begleiter bei jedem Deal. Die Blumenstraße 6 …

blumenstraße6

… ist für dieses Weblog mit Bedacht gewählt.

Wie auch der Avatar mit der Zahnlücke.

Merke: Scham vor möglichen Fehlern hält unnötig auf. Wie auch Respekt vor geistigem Eigentum. Was man nicht zählen oder wiegen kann, gibt es nicht.

Weshalb “der Russe” süßen Krimsekt “Champagner” oder “Schampanskoje” nennt. Oder seinen Weinbrand mit der ansonsten geschützte Herkunftsbezeichnung “Cognac” oder “Konjak” beschriftet. Vermicelli – “Вермишель” – werden die meisten russischen Pasta genannt, egal wie es schmeckt und ob es sich um Nudeln handelt, Spaghetti, Bavettine oder sonstige Pasta.

~

Jedenfalls wurde ich angerufen.

“Die Reklame ist bereits übersetzt und kann heute noch in den Druck. Kannst du vielleicht noch einmal kurz [sic!] drüber gucken ~ vielleicht ist ja ein Komma falsch gesetzt?”

Und er sendet mir folgenden Text:

Bitters „Schwarze Johannisbeere auf Whisky“ ist umstritten, eingewickelt in Noten von Frische, der Atem des weißrussischen Natur mit zarten Akkorden Englisch freien Geist. „Black Johannisbeere auf Whiskey“ hinterlässt einen bleibenden Eindruck mit komplexen, würzigen Geschmack mit einem leichten Ton von schwarzen Johannisbeeren und leicht scharfen Geschmack, den natürlichen Charme ist unwiderstehlich.

Hmmm.

Wahrscheinlich ist der Text richtig, aber die Worte falsch? Oder die Worte sind richtig und haben nur falsche Buchstaben?

“Nu?”, fragt er mich.

Mein innerer Diplomat gibt eine Antwort:

“Einen Kommafehler konnte ich bisher noch nicht entdecken.”

Natürlichem Charme ist tatsächlich schwer zu widerstehen, was allerdings umstritten sein kann. Jacke wie Hose. Was wahr ist, ist wahr.

~

Den möglichen Kommafehler habe ich übrigens wie folgt ausgeglichen:

Die Edelbittermischung „Schwarze Johannisbeere auf Whisky“ ist die ambivalente Vereinigung der Frische weißrussischer Natur mit der freiheitsbestimmten schottischen Lebensweise.

Das edle Getränk ist Ergebnis eines speziellen Verfahrens, welches ausschließlich die Verwendung hochwertiger Zutaten zur Grundlage hat und hinterlässt dank des pikanten Aromas der Schwarzen Johannisbeere und einem leicht scharfem Geschmack einen bleibenden Eindruck.

Es ist ein natürlicher Charme, dem schwer zu widerstehen ist.

Die iterative Erfindung des Rades

Oder: Die Welt erklärt in Witzen.

feuersteinStoney Curtis sitzt an einem Felsen-Schreibtisch der Steinzeit und grübelt, grübelt und grübelt, um endlich das Rad zu erfinden. Da ertönt plötzlich von Weitem das berühmte “Yabba Dabba Doo!”.

Angefahren – UND ZWAR ZWEIRÄDRIG! – kommen Fred Feuerstein und Barney Geröllheimer. Stoney guckt hoch und sieht zwei Räder – ein dummes Gefühl.

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Jedenfalls war eine meiner ersten Ideen, Wodka wie Senf in Gläser abzufüllen. Exakt russischem Standard – 100 Gramm. Einem der Vorschläge der Mendelejew’schen Doktorarbeit folgend. 100grammDoch siehe da: Andere sind genauso schlau. Wodka in 100-Gramm-Gläsern gibt es bereits.

“Partisan” als Markenname, die Homepage, das Design – alles exakt so, wie ich es gemacht hätte, hätte ich es gemacht.

Zumal “Partisan” mehrfach symbolisch ist, denn man hat eigentlich nur als Partisan eine Chance in einen fest abgesteckten Markt zu dringen. In einem Land, in welchem Wodka nun einmal nicht zu den Grundnahrungsmitteln gehört.

Cool die Werbung:

Cool das Image-Video:

Garniert mit der Erklärung der Bräuche:

In Russland gelten vielerlei ungeschriebene Gesetze. Für alle Freunde des Wodkas ist es demnach gut, ein paar wichtige zu kennen.

1. Alleine trinkt nur der Alkoholiker.

2. Selbst zwei, die anstoßen, ist  einer zu wenig.

3. Männer nippen nicht! Entweder Du leerst Dein Schnapsglas in einem einzigen Zug – oder gar nicht.

4. Vodka von russischem Boden trinkst Du in Reinform! Nebenbei ein Glas Wasser oder einen Schluck Saft sind verzeihlich, aber verfälsche Deinen echt russischen Vodka niemals durch Mixen!

5. Serviere Deinen Gästen „Sakuskas” zu ihrem Vodka! Sakuskas sind kalte und warme Häppchen. 
Dazu zählt von sauer eingelegtem Gemüse über Fisch mit Zwiebeln, gebratene Auberginen bis hin zu Speck mit Knoblauch alles, was das russische Herz höher schlagen lässt.

Mehr gibt es hier: http://www.partisan-vodka.de/

Die Macher sind offenbar cool und ich bin a bissel neidisch. Daher merke ich an: Es fehlt noch ein kleines Tier – ein kleiner Braunbär vielleicht – der sich immer und überall versteckt. UND: WODKA SCHREIBT MAN MIT “W” UND NICHT MIT “V” – ihr blöden Legastheniker, ihr!

Ukrainische Marktforschung

Sie – die Ukrainerin im Allgemeinen – ist ständig besorgt, um das Wohl ihrer Familie. Und wo es die besten Kartoffeln zu kaufen gibt, ist Erfahrungssache oder Empfehlung aus dem Freundeskreis.

Was aber tun, wenn das Land fremd und Freunde weit?

Wer backt Deutschlands beste Brötchen?

Dies nach einer Ankunft möglichst rasch zu erfahren, ist Voraussetzung für ein gutes Lebensgefühl und Laras Vorgehen geriet klug durchdacht, gleichermaßen logisch wie intuitiv: Wo die Menschen dicht gedrängt, sind die meisten Bäcker und wo die meisten Bäcker, lässt sich Brot vergleichen.

An einem Bahnhof beispielsweise.

So begab sich Lara eines Tages des Jahres 2005 zu einem der vielen Hauptbahnhöfe, nur um Menschenschlangen mit Blicken zu messen, denn wo die längste Schlange steht, gibt es das beste Brot.

Notabene: Logik ist der Eckpfeiler der ukrainischen Marktforschung.

Kurz und gut: Wir landeten seinerzeit geschmacklich bei Bäcker Dahlback und aßen seither lange Zeit dessen Max-und-Moritz-Brot. Derweil uns die Dahlback-Verkäuferinnen im Potsdamer Stern-Center bereits von Weitem erkannten.

“Soll ich mal raten? Sie wollen ein halbes Max-und-Moritz-Brot. Ungeschnitten. ~ ~ ~ @?”

Ja. So war das. Bis vor Kurzem.

Doch Bäcker Dahlback ist inzwischen lila geworden. Mit neugestaltetem Sortiment und neuer Homepage.  http://www.lila-baecker.de/ – “Melden Sie sich an!”

Willkommen

Herzlich Willkommen auf der Webseite des Lila-Bäckers. Wir sind stolz unseren Kunden und anderen Interessenten wichtige Informationen über den Lila-Bäcker auf diesem Wege mitteilen zu können. Viel Spaß wünscht Ihnen Ihr Lila-Heimatbäcker.

Lila-Heimatbäcker klingt nach “Lila-Laune-Bär”. Der garniert mit lila Offensive und den schönsten Pausen, die natürlich lila sind und schon hat man die lila Inflation.

Unabhängig davon ist “Heimat” gegenüber Migranten nicht unbedingt DAS Argument, um unser Geld aus dem Portemonnaie zu locken.

Dafür ist der Laden durchgestylt, da bleibt dem Personal der Scherz stecken. Es fragt nun nach der Kundenkarte und ~ *seufz* ~ Max-und-Moritz-Brote gibt es nicht mehr.

Nie mehr wahrscheinlich!?

Dafür sind lila Kreationen wie das “Meeresrauschen” mit Algenkulturen und Meersalz Ausflüge in eine neue, moderne Brotkultur.

Schlecht beraten, könnte man denken. Aber wozu?

Jedenfalls will Lara heute wieder einmal zum Bahnhof, nur um Schlangen zu gucken.

Die Kaminersche Prophezeiung

Am 11. April 2013 schrieb ich andernorts folgendes Posting:

Russische Frauen

Ich pumpte mir Olga Kaminers gleichnamiges Buch aus dem Netz. Heute zitiere ich meiner Frau daraus:
… Besonders in Deutschland, wo die Gesetze gegenüber den Fahrern sehr streng sind, musste die Russische Frau ihre ganze Kunst des Verführens in Gang setzen, um dennoch einen Führerschein zu bekommen.
… sind fast alle meine Freundinnen bei ihren ersten Fahrprüfungen durchgefallen und mussten mehrmals von vorne ….
… ich selbst hatte vier Fahrlehrer.
… Wenn sie (= Olgas Freundin) nach Hause fährt, steigt sie aus dem Wagen, lässt die Warnblinker leuchten und ruft ihren Mann an. …

Lara nickt.

“Ja, diese Russinnen. Noch nicht einmal Autofahren können sie…”

Hahaha – die Pointe ist ein doppelter Insidergag. Erstens ist Lara keine Russin, sondern Ukrainerin ~ ein Unterschied, der in der Westukraine so groß ist, wie der von Schalke und dem BVB ~ und zweitens entstand der Witz unmittelbar nachdem sie die theoretische Prüfung aus dem Stand heraus gemeistert hatte und wir – im Wissen um Laras Fahrkünste – den Praxistest für eine Formsache hielten.

Ein Irrtum, wie sich herausstellen sollte, denn in der ersten Prüfung fuhr sie dem DEKRA-Gutachter zu “hexisch”, was nichts anderes bedeutete als “ukrainisch-selbstbewusst”.

In der zweiten Prüfung geriet sie durch eine Frau am Steuer in eine gefährliche Situation, war dabei allerdings im Recht, denn sie hatte die Vorfahrt – aber die hätte sie nach Urteil des Gutachters der anderen Frau lassen sollen. Der Frau die am anderen Lenkrad selbige nicht beachtete. Unschuld hin oder her – MAN MUSS IN DEUTSCHLAND DEFENSIV FAHREN – die Prüfung ward abgebrochen.

Nun, mit dem dritten Anlauf, hat sie bestanden.

Was sie nicht unkommentiert lassen kann:

“Ich möchte diesen Prüfer einmal in Kiew defensiv Autofahren sehen. Im Berufsverkehr. Ich würde wetten: Wenn er dort genauso fährt wie er hier lehrt, kommt er nie von einem zum anderen Ufer des Dneprs.”

In der Ukraine defensiv Auto fahren zu wollen ist eine Vorstellung, die auch mich schmunzeln macht.