Über die Dörfer

Eines von denen heißt Makarowka und befindet sich in der Nähe von Kiew. Hierdurch fahren wir mit unserem alten Skoda.

„Schneller!“, kommandiert sie plötzlich, „sonst verpasse ich noch meinen Flieger!“.

Die Uhr zeigt 11:00 Uhr vormittags – ihr Flieger geht 17:25 Uhr ab Tegel. Was im Übrigen beweist, wie absurd Träume sein können. Und: von nun an rasen wir durch ukrainische Dörfer, damit sie ihren Flieger von Berlin-Tegel über Amsterdam nach Kiew nicht verpasst.

An der nächsten Ecke begegnen wir einer Prozession. Die darf man – eigentlich – nicht überholen, weiß ich, es ist eine Beerdigung. DOCH SIE MUSS UNBEDINGT NACH TEGEL, also setze ich an, will überholen, da rennt mir ein Trunkenbold vors Auto und fällt hin.

Sie kommentiert prompt:

„Wenn die mitkriegen, dass wir deutsche Nummernschilder haben, wird das teuer!“

Und wenig später fällt ihr ein:

„Dabei hast du auch noch Bier getrunken!“

Blin. In der Ukraine gilt 0,0 Promille! Also bleibt mir nur, die Trauergesellschaft einzuladen.

Rasch ist ein Tisch gedeckt, ich erhebe mich zu einen Trinkspruch. …

„Wir in Deutschland sagen immer, dass eine Feier ohne Trinkspruch einfach nur ein Besäufnis ist …“

… worüber diese Gesellschaft schmunzelt, – „wir, in Deutschland!? @;-)“ – Immerhin handelt es sich um einen russischen Trinkspruch. Um einen urrussischen sozusagen.

Dann jault ein Hund. Ich merke, es ist unserer.

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Autor: Alex

Heute so, morgen so ...

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