SimCity Live

Die Show war in der Tat gruselig: „Wir sind die Fans, die ihr nicht wollt!“ skandierte man vor Beginn des Intros. Die darin enthaltene berühmte Pudhys-Hymne wurde beschwiegen, ebenso die Namen der Spieler und der hübsche Intro-Trailer der Eventspezialisten aus Potsdam – MGB Entertainment – wurde sogar bepfiffen. Schließlich – mit Anpfiff des Spiels – verließen die Fans die Arena.

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Oder: Sieg unter Protest

„Hütet euch vor Sturm und Wind
Und Eisbärenfans, die in Rage sind“

Der Reim ist nicht von mir – Ich hätte eines der beiden „Und“ mit „wie vor“ ersetzt – aber bezeichnend.

Das Geschehen gestern, erinnert an Simcity: Erhöht der Bürgermeister einer virtuellen Stadt heftig die Steuern, laufen ihm die Leute davon. Ebenso ist das Real Life programmiert.

Aber um Preiserhöhungen ginge es nicht vorrangig, erfuhr ich gestern. Man ist gekränkt:

„Der Unmut der Fans resultiert nicht nur aus der Tatsache der Preiserhöhungen, sondern daraus, dass man öffentlich erklärt hat, sie nicht mehr zu wollen, um ihre Plätze im Tagesticketverkauf zu höheren Ticketpreisen verkaufen zu können.“

Die zugehörige Show war in der Tat gruselig: „Wir sind die Fans, die ihr nicht wollt!“ skandierten die Fans vor Beginn des Intros. Die darin enthaltene berühmte Pudhys-Hymne wurde beschwiegen, ebenso die Namen der Spieler.

Der hübsche Intro-Trailer der Eventspezialisten aus Potsdam – MGB Entertainment – wurde sogar bepfiffen.

Schließlich – mit Anpfiff des Spiels – verließen die Fans die Arena, derweil die Mannschaft geschockt. Fassungslos ob der Ruhe in der Arena und ratz-fatz stand es auch schon 0:2 (3. und 4. Minute). Nach dem zweiten Schock – den über den Spielstand der Anfangsminuten – ging es erneut ratz-fatz zum 0:4, was die wenigen mitgereisten Hamburger feiern machte.

WIR haben trotzdem gewonnen. Am Ende stand es 6:5 – doch das ist das erste Spiel der Best-of-Seven. Drinnen wie draußen. Gut beraten wäre die AEG – die Anschutz Entertainment Group – wenn sie sich von nun an statt eines Pressesprechers eines Psychologen bedienen würden. Oder wenn sie – man will ja als Blogger nicht nur meckern, sondern auch helfen – einen Mediator hinzuzögen, der zwischen ihnen und den Fans vermittelt. Sonst geschieht es wie in den meisten deutschen Ehen – es wird geschieden.

Es wächst auseinander, was nicht zusammen gehört, würde Willy Brandt heute sagen. Oder gestern gesagt haben.

Das Postbank-Jedermann-Problem

In der Tat: Lenchens Kontonummer kenne ich tatsächlich gut. Wie die meisten Nummern, von denen ich umzingelt bin. Sie hat nämlich Orwell, unruhiges Ungarn und den ersten Sex, garniert mit der Weisheit: Nichts ist unendlich! Wobei – kleine Hilfestellung – „nichts“ die Null ist, „unendlich“ eine gedrehte Acht.

Postbank. Tresen. Ich.

„Guten Tag, ich möchte gern Geld einzahlen, und zwar auf das Konto meiner Frau.“

„Haben Sie die EC-Karte dabei?“

„Ich möchte EINZAHLEN, nicht abheben. Die Kontonummer kenne ich, ebenso die Bankleitzahl. Und – kleiner Joke eines gut gelaunten – den Namen der Inhaberin kenne ich auch.“

In der Tat: Lenchens Kontonummer kenne ich tatsächlich gut. Wie die meisten Nummern, von denen ich umzingelt bin. Sie – zum Beispiel – hat Orwell, unruhiges Ungarn und den ersten Sex, garniert mit der Weisheit: Nichts ist unendlich! Wobei – kleine Hilfestellung – „nichts“ die Null ist, „unendlich“ eine gedrehte Acht.

Anyway: Zur Illustration meiner Absicht – Einzahlung, NICHT Auszahlung! – polke ich einige Scheine aus dem Portemonnaie und lege diese vor der Postbank-Mitarbeiterin auf den Tresen.

Diese bleibt bockig:

„Tut mir leid, aber ohne EC-Karte kann ich das Geld nicht annehmen. …“

Was an sich nicht des Postings wert gewesen wäre, wohl aber ihr Nachsatz:

„Da könnte ja jeder kommen!“

@???

Die neue To-Do-App

… das Leben besser zu planen, um es abhaken zu können.

Als solches wird „das Leben“ zwar durch Aktionismus nie besser oder schlechter, aber – so raten die Journale – mit einer To-Do-Liste könne man die Übersicht behalten. Und darüber hinaus auch noch den Willen stärken.

 

Mein liebes kleines Tagebuch,

heute ist bereits der 1. März. Gestern habe ich mir wieder einmal vorgenommen, das anstehende Leben – oder besser: den Rest davon – besser zu planen. Um es abhaken zu können.

Als solches wird “das Leben” zwar durch Aktionismus nie besser oder schlechter, aber vielleicht könnte man mit einer To-Do-Liste die Übersicht behalten? Und darüber hinaus hiermit den Willen stärken.

So pumpte ich mir eine To-Do-App aus dem App-Store und fing an, sie zu konfigurieren: Den Hefter schwarz, das Papier grau, die Buchstütze silbern, die Binderinge dunkel. Die Aufgaben sollten nach Fälligkeit sortiert werden, nicht nach Priorität, und die Synchronisierung sollte bei Start erfo… @! … @&$…§@ … @? –> …

Eine ganze Stunde war ich beschäftigt. Siehe da:

2013-03-01-06-38-56

Keine Aufgaben“ – na Toll! Dann hätte ich mir die ganze Arbeit ja auch auch sparen können.