Der vergessene Feiertag

“Wozu hast die Vase auf den Tisch gestellt? Und wozu soll das Deckchen auf das Buffet sein?”

Darauf habe ich gewartet! – YES! – Doch ich bleibe cool:

“Die Vase ist für meine Blumen und auf das Deckchen kannst Du die Geschenke stellen!”

Sie so:

@???

Ich so:

ES IST WIEDER MÄNNERTAG!

An das gestrige TV-Programm erinnere mich bei dieser Gelegenheit. An die hübsche Szene aus “Mord mit Aussicht”, als die dicke Heike früh im Bett angekrabbelt kommt.

“Bärchen, rate mal was für ein Geschenk ich für Dich habe?”

“Es sind Socken”, weiß Dietmar Schäffer und verzieht das Gesicht. Weil er genau weiß, was nun kommt: Увы! – das Unvermeidliche tritt eisern ein!

“Und wo ist MEIN Geschenk?”

Er hat den Hochzeitstag vergessen. Und so muss schließlich Dietmar Schäffer… –

“Man-man-man, hier ist aber heute wieder was los!”

… – im Laufe dieser Folge seine Heike erneut heiraten.

Selten passend der Titel der Folge – “Spätlese”. 😉

Jedenfalls geht mir der Große Internationale Frauentag, gefeiert in der Intention slawischer Verhaltensmuster derart auf den Keks, dass ich heilfroh bin, dass Michael Gorbatschow alternativ den Männertag erfand. So können wir uns rächen.

Sie bockt:

“Findest Du es nicht auch ungerecht, dass es für Männer zwei Tage gibt?”

Nö. Findichnich. Außerdem ist der eine Tag der Vatertag, dessen Pendant es schließlich auch für Frauen gibt. Als Muttertag. Und dann gibt es ja auch noch den 30.4. – den Hexenabend, die Walpurgisnacht …

Darüber hinaus – fällt mir nun ein – ist ein Arbeitsmittel nach IHR benannt, die Mutter.

“Findest Du nicht auch, dass die Schraube – винт – eigentlich Vater heißen müsste?”

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Dwoinoi Lottchen

Vor 20 Jahren vertauschte das Personal eines Krankenhauses in Kopejsk (Bezirk Tscheljabinsk) die beiden Mädchen Ira und Anja. Was nach 20 Jahren nur dadurch entdeckt wurde, dass nach Scheidung von Frau Beljajewa (links sitzend), derer Ex die Zahlung von Alimenten mit dem Hinweis, seine Tochter seie ihm nicht ähnlich, verweigerte.

Der angeordnete DNA-Test bestätigte diese Annahme und lieferte darüber hinaus – TÖRRRÖ! – die Erkenntnis, auch die Mutter habe wenig mit dem Mädel gemein.

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Die Staatsanwaltschaft nahm sich der Sache an, fand die leibliche Tochter (auf dem Bild rechts, sitzend) der Mutter (links) in der Familie Iskanderowa, wo sie wie die eigene erzogen ward. Der Mann auf dem Bild ist der biologische Vater des stehenden Mädels.

Nun folgt Romanstoff. Beide Mädels wurden in ihren Familien jeweils religiös erzogen: Eine christlich-orthodox, die andere als Muslima. Und beide wollen nach den ersten Kontakten von ihren leiblichen Eltern nichts wissen –~-> Aus religiösen Gründen!

Welch sonderbares Ding ist doch Religion, denke ich, da sie Menschen entfremdet, statt zu einen. Statt dessen wünsche ich mir, dass Nimatulla Iskandrow vielleicht unglücklich verheiratet sein möge oder ebenfalls geschieden und dass er sich im Laufe der von mir erdachten Handlung in Julia Beljajewa verliebt, besser: dass sie sich gegenseitig verlieben, ineinander, dass also beide Eltern zusammen kommen, dass aus den Mädels schließlich wahre Schwestern werden, indem sie lernen, die Religion der Anderen zu akzeptieren.

Was für eine großartige, erwünschte Legende!

Quelle: http://drugoi.livejournal.com/3640751.html